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16 Blocks


Es scheint ein Job zu sein, der in wenigen Minuten zu erledigen ist: NYPD-Cop Jack Mosley (Bruce Willis) soll den Kleinkriminellen Eddie Bunker (Mos Def) nur vom Gefängnis ins Gerichtsgebäude fahren, beides liegt 16 Häuserblocks auseinander.

Doch so simpel ist die Sache nicht: Gewisse Herren möchten verhindern, dass Eddie den Untersuchungsausschuss erreicht und dort aussagt. Mosley muss feststellen, dass seine eigenen Kollegen Eddie beseitigen wollen – die kurze Tour entwickelt sich zu einer lebensgefährlichen Angelegenheit.

Bruce Willis zeigt sich von einer Seite, die erneut gegen sein Stirb langsam-Image ankämpft: Mosley ist ein versoffener, träger Cop, der einen dicken Bauch und einen brummenden Schädel hat. Überzeugend ist er dabei vor allem in den Szenen, in denen Kleingangster Eddie, eine rappende Quasselstrippe, dem verkaterten Mosley die Ohren vollplappert und damit fast seinen Kopf zum Platzen bringt.

Mehr gute Szenen hat der Film aber auch nicht zu bieten – denn das Prinzip „Ungleiches Paar auf der Flucht“ ist nun wahrlich doppelt und dreifach ausgelutscht. 16 Blocks bedient sich dabei der üblichen Erzählweise: Das ungleiche Paar mag sich erst nicht, kommt sich im Angesicht des Todes näher und findet sich am Ende richtig sympathisch.

Warum sich Regie-Altmeister Richard Donner als Spätwerk so eine belanglose Schema-F-Story ausgesucht hat, ist unverständlich. Donner, inzwischen knapp 76 Jahre alt, hat mit Filmen wie Das Omen und Superman Filmgeschichte geschrieben und auch im Action-Genre nicht zuletzt mit der Lethal Weapon-Reihe echte Leckerbissen abgeliefert. 16 Blocks ist womöglich sein letzter großer Kinofilm – ein überzeugenderer Abschluss eines rund 40-jährigen Schaffens in Hollywood wäre ihm zu wünschen gewesen. HK

USA 2006. Regie: Richard Donner. Buch: Richard Wenk. Mit: Bruce Willis, Mos Def, David Morse, ­Jenna Stern, Cylk Cozart. 105 Min. Ab 20. April 2006 im Kino.