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13 Tzameti


Nach diesem Film braucht man einen Schnaps. Nicht etwa, weil er einen mit Vollkommenheit überwältigt. Nicht, weil er mit Opulenz berauscht oder besonders virtuos inszeniert ist.

All das fehlt '13 Tzameti' – und zudem erzählt er zu Beginn durchaus holprig und weitschweifig. Aber Géla Babluanis Regiedebüt vermag trotz aller Mankos etwas Seltenes: Es packt einen knochenhart im Genick.

Sébastien heißt der Held des Films. Ein stiller, junger Mann, dem durch Zufall ein mysteriöser Brief in die Hände fällt, der das Versprechen von Reichtum und die Adresse eines Landhauses, in dem man diesen verdienen könne, enthält. Als Sébastien klar wird, dass besagter Reichtum Preis für ein Spiel auf Leben und Tod ist, gibt es schon kein Zurück mehr.

Männer beim Russisch Roulette. Männer, die das Adrenalin suchen oder Erlösung. Oder einfach nur Geld brauchen. Ein Haus, eine Nacht – und darin der ganze Horror menschlicher Abgründe. Und wenn dann in '13 Tzameti' friedlich, idyllisch und hoffnungsvoll der Morgen graut – nun ja: dann ist der Albtraum immer noch nicht zu Ende. Steffen Georgi

F/GEO 2005. Regie und Buch: Géla Babluani. Mit: George Babluani, Pascal Bongard, Aurélien Recoing, Fred Ulysse, Nicolas Pignon, Vania Vilers, Olga Legrand. Weltecho. (O.m.U.) 86 Min. Ab 13. März 2008 im Kino.

 

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