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10.000 BC


Roland Emmerich braucht sich in Hollywood eigentlich nichts mehr zu beweisen. Seine letzten Filme waren allesamt Kassenschlager und haben den Stand des deutschen Eventfilmers nachhaltig untermauert.

Doch für sich persönlich möchte der Schwabe immer wieder Neuland betreten und hat sich deswegen nach 'Der Patriot' und 'The Day After Tomorrow' eines Stoffes angenommen, der in der Traumfabrik bislang eher mit spitzen Fingern angepackt wurde: der Vorzeit.

Emmerich schildert in seiner zusammen mit Harald Kloser erdachten Story die Herausforderungen der ersten Menschen, die sich gegen verfeindete Stämme, wilde Tiere und eine grausame Natur behaupten müssen. Anders als im Öko-Katastrophenfilm 'The Day After Tomorrow' ist das hier inhaltlich eher mau geraten, was den Spannungsfaktor auch immer wieder auszubremsen droht. Dazwischen gibt es allerdings herausragende visuelle Effekte zu bewundern, die in dieser Opulenz seit den 'Herr der Ringe'-Filmen nicht mehr auf der Leinwand zu sehen waren.

In diesem letzten Drittel nimmt '10.000 BC' die Maße eines Ausstattungsepos der 60er Jahre an, was auch der Soundtrack gewitzt zu zitieren versteht. Für diese Form der Großunterhaltung, die in diesen Tagen selten geworden ist, bleibt Emmerich ein favorisierter Regisseur. Das Popcornpublikum wird es ihm auch hier wieder zu danken wissen. Thomas Steffens

USA 2008. Regie und Buch: Roland Emmerich. Buch: Harald Kloser. Mit: Steven Strait, Camilla Belle, Cliff Curtis, Joel Virgel, Affif Ben Badra. Warner. 109 Min. Ab 6. März 2008 im Kino.

 

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