Vom 19. bis zum 22. Juli lockte das Internationale Natur- und Tierfilmfestival mit den aktuellsten und schönsten Beiträgen dieser Filmgattung, mit Vorträgen und Veranstaltungen die Fans und Fachleute wieder einmal ins Herz des Bayerwaldes, nach Neuschönau im Nationalpark Bayerischer Wald. Damit etabliert sich das NaturVision-Festival zunehmend als Branchentreff.
Neben der Aufführung neuer Naturfilme bot die intensive Festivalatmosphäre wieder gute Möglichkeiten zum Netzwerkeln und gegenseitigen Kennen lernen zwischen Film- und Fernsehschaffenden, Natur- und Tierfreunden sowie interessiertem Publikum von nah und fern im Festivalzentrum Hans-Eisenmann-Haus - in unmittelbarer Nähe zum Tierfreigehege des Nationalparks Bayerischer Wald, in dem Bären, Wölfe und Luchse zu Hause sind! Meister Petz, Isegrim und Adebar, die einen von der Leinwand und in Natura anschauen – was will der kleine und große Tierfreund mehr?
Festivalleiter Ralph Thoms ist es trotz immenser finanzieller Engpässe nun schon zum sechsten Mal gelungen, das NaturVision-Filmfestival im Bayerischen Wald zu stemmen, den noch amtierenden bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) als Schirmherren zu gewinnen und 30 Filme im internationalen Wettbewerb um neun kristallene Preis-Trophäen zusammen zu tragen. Knapp 2000 Freunde des Tierfilms kamen zusammen, um während der vier Festivaltage verliebte Schwäne, drollige Löffelhunde, verwaiste Bärenbabys, 1000-jährige Bäume, faszinierende Flusslandschaften und eine ‚Serengeti hinter den Deichen’ auf der Leinwand zu erleben.
Nicht nur die Jury, auch das Festivalpublikum begriff die besondere Botschaft von Der Tiger und der Mönch, einer Dokumentation über das Leben eines buddhistischen Mönchs und einem ausgewachsenen Tiger in einem thailändischen Kloster fernab der Zivilisation: die ORF-Produktion von Harald Pokieser gewann den Preis für die beste Story und den Publikumspreis.
Bester internationaler Beitrag wurde Borneo’s Pygmy Elephants vom Briten Joe Kennedy, der die verborgene Welt von Borneos Zwergelefanten präsentiert. Den zweiten Platz – und zugleich die Auszeichnung als Bester deutscher Beitrag – errang Auf der Spur der Küstenwölfe von Richard Matthews (ZDF), in dem der Tierfilmer Matthews die Welt eines verwunschenen Küstenwaldes an der Westküste Kanadas zeigt. Ziel des Festivals ist laut der Organisatoren die Förderung des Dokumentarfilms im Natur- und Tierfilmgenre, zur Diskussion über Natur- und Tierfilme anzuregen sowie die öffentliche Sensibilität für Natur und Tierwelten zu stärken. Der Wettbewerb steht Film- und Fernsehproduktionsgesellschaften sowie unabhängigen Filmemachern aus der ganzen Welt offen. Teilnahmeberechtigt sind „Dokumentarfilme, die sich schwerpunktmäßig mit dem Thema Natur befassen, also z. B. der Darstellung von Naturregionen, mit dem Verhalten von Tieren und deren natürlichem Lebensraum oder der Beziehung von Menschen zu ihrer natürlichen Umgebung und zu Tieren.“ Infos und alle Preisträger finden sich auf der Festival-Webseite. MPH
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