Die skandinavischen Beiträge haben beim 30. Internationalen Kinderfilmfestival LUCAS in Frankfurt am Main abgeräumt
Eine Jury aus fünf Kindern und fünf Erwachsenen vergab in einem prall gefüllten Wettbewerb aus 25 Spielfilmen aus 18 Ländern die jeweils mit 2.500 € dotierten LUCAS-Hauptpreise an die schwedisch-norwegisch-deutsche Koproduktion Hoppet (Regie: Petter Næss) über die Probleme von Migrantenkindern in einem fremden Land und den portugiesischen Beitrag Hinter den Wolken von Regisseur Jorge Queiroga, der die Suche des jungen Paulo schildert, der seinen Opa kennen lernen möchte, den er noch nie zuvor gesehen hat.
Den mit 1.000 € dotierten LUCAS-Kurzfilmpreis erhielt der norwegische Beitrag Runa – Staatsministerin von Norwegen von Regisseur Christian Lo, der von der achtjährigen Runa und ihrem Traum erzählt: Sie möchte Staatsministerin werden, um einen neuen Schulbus kaufen zu können. Der Preis berücksichtigt vor allem Filme, die für die internationale Verständigung von Kindern und ihre Rechte eintreten. Die ebenfalls Eine weitere, dreiköpfige Jury der internationalen Filmclubvereinigung FICC entschied sich ebenfalls für den Film Hoppet als Preisträger des Don-Quijote-Preises, weil ein „ebenso ernstes wie aktuelles Thema – die Geschichte eine Flucht“ – so erzählt wird, „dass Kinder emotional mitgehen“, wie es in der Begründung heißt.
Das Kinderfilmfest LUCAS wurde 1974 ins Leben gerufen und ist damit das älteste deutsche Kinderfilmfestival. „Das Festival setzt sich für Filme ein, die das künstlerische und thematische Spektrum des Kinderfilms bereichern, die fremde Welten und Bilder verständlich werden lassen, die Kinder ernst nehmen und sie dabei auch zu unterhalten wissen“, heißt es von den Veranstaltern, dem Deutschen Filminstitut (DIF) / Deutsches Filmmuseum, dem Bundesverband Jugend und Film e.V. (BJF) und der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR Hessen).
LUCAS will die große Bandbreite des Kinder- und Jugendfilms im Programm abbilden, so dass ernste, stille und poetische Filme genauso einen Platz haben wie turbulente Unterhaltungsformate. Wieder einmal lebte das Festival von dem direkten Austausch zwischen Kindern und Filmemachern, denn Kinder dürfen und sollen mit diskutieren – und haben ja auch ein Jury-Mitspracherecht. Für viele Regisseure oder Produzenten bietet der Frankfurter LUCAS die erste Möglichkeit, Reaktionen von Kindern auf ihre Filme zu erleben.
Struktur LUCAS 2007: 11 aktuelle Lang- und 14 Kurzfilme im Spielfilm- und Kurzfilmwettbewerb, 10 Filme in der Reihe „Best Of LUCAS – 30 Jahre Festivalgeschichte“, Reihe „Was tut sich im deutschen Film?“ Rahmenprogramm: Market-Programm mit Sichtungsmöglichkeiten aller 200 für den Wettbewerb eingereichte Lang- und Kurzfilmproduktionen für Fachbesucher, Journalisten und Filminteressierte. Fortbildung für Lehrkräfte im Medienzentrum Frankfurt (069- 9494240), Kinderatelier. MPH Festivalbüro LUCAS 2007, Tel: 069 - 96 12 20 – 670, Fax: 069 - 9 61 22 06 69, e-Mail: lucas@deutsches-filmmuseum.de
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