Die erstmals in voller Länge zu sehende Verfilmung des Bestsellers von Erich Maria Remarque über Emigrantenschicksale im von den Nazis besetzten Paris gehört zu den vielen, intelligent unterhaltenden, aber leider etwas kraftlos geratenen Filmen, von denen es in Ingrid Bergmans wechselvoller Karriere wimmelt.
Wie wenig sich die große Schwedin, die alle ihre Filmpartner überragte, im Hollywood-Starsystem der 1940er Jahre verbiegen ließ und stets ihren eigenen Weg ging, zeigt eine rund einstündige Dokumentation aus den 1980er Jahren im gehobenen britischen Stil.
Reflektiert wird darin auch die heute kaum mehr nachvollziehbare Hexenjagd gegen Bergman, als diese 1951 ihren schwedischen Ehemann verließ, um eine neue Verbindung mit Regisseur Roberto Rossellini einzugehen.
Kulturpolitisch aufschlussreich auch das gefilmte Interview mit Remarque-Biograf Wilhelm von Sternburg von 1996 über dessen Leben. MPH
USA 1948 (Arch of Triumph) Regie: Lewis Milestone. Mit: Ingrid Bergman, Charles Boyer, Charles Laughton. Arthaus. 132 Min. (Spr: D/GB [DD 1.0], Vollbild [1,33:1], Bonus: Produktionsnotizen, Dokumentation über Ingrid Bergman, von Sternburg-Interview) Ab 6. Juli 2007 im Handel.
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