Luchino Visconti zählt zu den Urvätern des italienischen Neorealismus: Sein 1943 gedrehter Film Ossessione – Von Liebe besessen gilt als der Beginn einer neuen Ära, die den europäischen Film über viele Jahre hinweg nachhaltig prägte.
In Rocco und seine Brüder verbindet Visconti, 17 Jahre später, den neorealistischen Stil mit seinem nunmehr berühmt-berüchtigten Hang zum künstlerischen Perfektionismus.
Dazu gehören 170 Minuten Originalfilmlänge, die auf der vorliegenden Edition ungeschnitten enthalten sind. Ähnlich prall gefüllt präsentiert sich auch das Bonus-Material: Neben einer Dokumentation über Visconti vor allem mit drei Interviews mit dem Kameramann, der Drehbuchautorin und der Schauspielerin Claudia Cardinale, die mitunter tiefe Einblicke in die Zusammenarbeit mit dem „Fürsten des Films“ gewähren. AW
I/F 1960 (Rocco e i suoi fratelli) Regie: Luchino Visconti. Mit: Alain Delon, Renato Salvatori, Annie Girardot, Claudia Mori. Arthaus. 170 Min. (Spr: D/I [DD 1.0], Widescreen [1,85:1 – anamorph], Bonus: Fotogalerie, Kurzbiografien Visconti/Delon, Doku über Visconti (60 Min.), „Cinecronaca”-Wochenschau, drei Interviews (135. Min)
|
|