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Home of the Brave


Kurz vor ihrer Heimreise in die USA geraten einige Soldaten in einer irakischen Stadt in einen Hinterhalt. Einige sterben, viele werden schwer verletzt. Zurück in ihrer Heimat müssen die Veteranen jedoch noch mit ganz anderen Problemen klarkommen, die über die körperlichen weit hinausgehen.

Am Ende des Filmes steht ein Zitat des Philosophen Machiavelli, das auch über fünfhundert Jahre nach seiner Entstehung nichts von seiner Richtigkeit verloren hat: „Man kann einen Krieg beginnen, wann man will – nur wann er endet, kann man nicht selbst entscheiden.“ Diese Worte machen auch ein wenig das Dilemma klar, unter dem Home of the Brave leidet.

Obwohl er in der unmittelbaren Gegenwart angesiedelt ist und vom Schicksal amerikanischer Irakveteranen erzählt, hält die Geschichte kaum Überraschungen bereit. Dass nicht nur der Krieg selbst grausam ist, sondern die Beteiligten auch in der Zeit danach noch Höllenqualen durchleiden, von denen sie sich, wenn überhaupt, nur langsam erholen, ist eine Erkenntnis, die nicht erst jetzt gemacht wurde. Die Schicksale sind austauschbar, die Traumata seit Jahrhunderten die gleichen.

Irwin Winkler hat diese neuerliche Aufarbeitung der Reintegration von Heimkehrern im typischen Hollywoodstil inszeniert. Das mag nicht jedermanns Sache sein. Aber wenn er damit seinem Publikum klarmachen kann, dass auch vermeintliche Helden eigentlich nur als gebrochene Helden aus dem Kampf zurückkehren können, hat der Film eines seiner Ziele erreicht. Zudem zeigen sowohl etablierte Stars (Samuel L. Jackson und Christina Ricci) als auch Nachwuchsdarsteller wie Jessica Biel und Brian Presley in ihren emotional aufgeladenen Porträts von desillusionierten und vom Schmerz gezeichneten Figuren, welches Leid und welche Dramatik hinter den Geschichten verborgen liegt. TS

USA/M 2006. Regie: Irwin Winkler. Mit: Samuel L. Jackson, Jessica Biel, Curtis Jackson, Brian Presley, Christina Ricci, Chad Michael Murray. e-m-s. 102 Min. (Spr: D/GB [DD 5.1 und DTS], Widescreen [2,35:1 – anamorph], Bonus: Making of, Trailer) Ab 11. Juni als Leih-DVD im Handel.