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Half Moon


Wie schon in Bahman Ghobadis Verloren im Irak (2002) steht im Mittelpunkt von Half Moon ein alternder Musiker, Mamo (Ismail Ghaffari).

Nach Jahrzehnten der Unterdrückung erhält er die Erlaubnis für einen Auftritt im Irak, den Mamo als symbolischen „Schrei der Freiheit“ versteht. Zusammen mit seinen zehn Söhnen bricht Mamo in den Irak auf.

Mit vom neuseeländischen Kameramann Nigel Bluck eingefangenen surrealen Bildern aus der abgelegenen kurdischen Bergwelt, in denen der Tod immer präsent ist, setzt sich Ghobadi allerdings von seinem bisherigen halbdokumentarischen Stil ab. Die filmische Bildersprache wird eher vom magischen Realismus geprägt. Die durchaus komischen und romantischen Züge, die Verloren im Irak noch besaß, werden hier von der Symbolik ersetzt.

Eine 35minütige Dokumentation „hinter den Kulissen“ von Half Moon schildert insbesondere die Arbeit des kurdischen Regisseurs mit Laiendarstellern. Im Interview äußert sich Ghobadi über die Entstehung des Films und die damit verbundenen Schwierigkeiten sowie darüber, warum er Half Moon als seinen Beitrag zum Mozart-Jahr 2006 auffasst. JG

IRN/KURD/A/F 2006 (Niwemang) Regie: Bahman Ghobadi. Mit: Ismail Ghaffari, Allah Morad Rashtiani, Hedye Tehrani, Hassan Poorshirazi, Golshifteh Farahani, Sadiq Behzadpoor. Pandora. (O.m.U.) 100 Min. (Spr: KURD [DD 5.1 und 2.0], Widescreen [2,35:1 – anamorph], Bonus: Making Of, Trailer) Ab 25. Januar 2008 im Handel.