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Asphaltrennen


Autorennfilme sind ja eigentlich keine Roadmovies, auch wenn man sich dort schnell auf Asphalt fortbewegt.

Das Moment der Suche, das für das Roadmovie essenziell ist, fehlt beim Autorennfilm in der Regel. Dort geht es meist kontextfrei um Geschwindigkeit und Thrill, beim Roadmovie, wo man lange Strecken quer durch Land und Gesellschaft zurücklegt, um innere Entwicklung.

Monte Hellmans klassischer New-Hollywood-Film 'Two-Lane Blacktop' (dt. Asphaltrennen) ist ein verwirrender Zwitter aus beiden Genres. Im Gefolge von 'Easy Rider' entstanden, dem Abgesang auf den Hippie-Traum, spart Hellmans Film dessen anfängliche Aufbruchsstimmung gleich aus: Hier sehen wir entindividualisierte Protagonisten, die schlicht The Driver (der Musiker James Taylor in seiner einzigen Filmrolle!), The Mechanic und The Girl heißen und auf der Suche nach lukrativen Autorennen mit ihrem getunten 55er-Chevy endlos über Landstraßen fahren.

So cool das Szenario der imposanten Gefährte, so wortkarg die Darsteller und so inhaltsleer deren Reise. Der Film beobachtet das entfremdete Treiben seiner Protagonisten und zeigt mit durchaus dokumentarischem Blick auch die Gesellschaft drum herum. Entwicklung findet aber nicht statt: Die Protagonisten verharren im rasenden Stillstand. Der eindrucksvolle Rennfilm- und Roadmovie-Klassiker – Tarantino ist natürlich ein großer Fan – wird vom Audiokommentar des Regisseurs und zwei Dokus begleitet. Christian Meyer

USA 1979 (Two-Lane Blacktop) Regie: Monte Hellman. Mit: James Taylor, Warren Oates, Laurie Bird, Dennis Wilson, David Drake, Harry Dean Stanton. Pierrot le Fou. 98 Min. (Spr.: D [DD 2.0]/GB [DD 5.1], Widescreen [2,35:1 – anamorph], Bonus: Audiokommentar, Dokumentationen) Seit 28. März 2008 im Handel.

 

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