Nur wenige Neuerscheinungen bei Büchern über James Bond schaffen es, eingefleischte 007-Fans noch zu überraschen, denn irgendwann sind auch die letzten Geheimnisse gelüftet.
Siegfried Tesche, selbst 007-Fanatiker, gelingt das Kunststück dennoch. Sein Buch befasst sich ausschließlich mit der Musik zur Serie und beleuchtet die Filme damit mal aus einer ganz anderen Perspektive.
Wir erfahren unter anderem, dass eigentlich Take That „GoldenEye“ singen sollten und dass die Komponisten John Barry und Monty Norman noch im Jahr 2001 vor Gericht darüber stritten, wer von ihnen nun der eigentliche Vater des 007-Themas ist.
Mindestens so interessant wie das Buch ist die beiliegende CD, auf der sich zwölf Raritäten finden, die selbst die größten Bond-Fans erfreuen dürften, darunter mit „Die Wolga ist weit“ eine deutsche Version von „From Russia With Love“, eine A-cappella-Version der Wise Guys von „GoldenEye“ und die Bond-Melodie mit Gesang („Bad Sign, Good Sign“). HK
(Siegfried Tesche: „Mr. Kiss Kiss Bang Bang – Die Geschichte der James-Bond-Filmmusiken“, 176 Seiten, Schott Musik-Verlag 2006, EUR 19,95)
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