
Am 27. Januar 2008 war es 25 Jahre her, dass für den nach wie vor bedeutendsten französischen Komiker Louis de Funès endgültig der letzte Vorhang fiel.
Trotz des Vierteljahrhunderts, das seitdem ins Land gezogen ist, bleibt der Komikerstar auch in Deutschland durch die Wiederholung seiner Filmklassiker unvergessen. 'Der Gendarm von St. Tropez', 'Drei Bruchpiloten in Paris' (besser bekannt als 'Die große Sause') oder 'Die Abenteuer des Rabbi Jacob' sind Evergreens, die man sich auch zum x-ten Male mit Freude ansieht.
Wer könnte nun den Privatmenschen Louis de Funès hinter der Maske des Spötters und Cholerikers besser beschreiben, als seine beiden Söhne aus der vierzigjährigen Ehe mit seiner zweiten Frau Jeanne, Patrick und Olivier? Die 1944 bzw. 1949 geborenen Söhne haben auch die schweren frühen Jahre des Schauspielers noch als Zeitzeugen miterlebt, als sich de Funès mit kleinen Nebenrollen durchschlagen musste, bis ihm schließlich eine Rolle im Theater („Oscar“) den Weg zum Superstar ebnete. Ab den frühen 60er Jahren baute der Mann des Volkes seine Abneigung gegen Bonzen zum Markenzeichen seiner Figuren aus und konnte sich so schnell der Sympathien der breiten Masse sicher sein.
Patrick und Olivier de Funès haben ihre Erinnerungen in einem poetisch-humorvollen und überaus kurzweiligen Schreibstil zu Papier gebracht und insbesondere durch zahlreiche sehr seltene private Fotos und Gedanken angereichert. Auf diese Weise entstand ein aufschlussreicher Blick hinter die Kulissen einer Filmlegende, die den Menschen hinter den Kinofiguren nur noch sympathischer macht und auch Fans, die schon viel über den „Querkopf“ zu wissen glauben, noch überraschen kann. Frank Brenner (Patrick & Olivier de Funès: „Louis de Funès – Der Querkopf – Erinnerungen seiner Söhne“, 256 Seiten, Militzke 2007, EUR 19,90)
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