Wenn Ende Mai der dritte Fluch der Karibik-Film weltweit seine Kinopremiere erleben wird, ist Johnny Depp längst zur unsterblichen Pop-Ikone geworden.
Obwohl er als Pin-up-Star einer Mainstream-Fernsehserie („21 Jump Street“) bekannt wurde, scheute er sich jahrelang davor, auch im Kino auf das breite Publikum zu vertrauen und verkörperte stattdessen viel lieber melancholische Außenseiter.
In ihrem an wissenschaftlichen Arbeiten orientierten Porträt, das reich ist an Zitaten und einer thematischen Gliederung folgt, zeichnet Autorin Alexandra Seitz den spannenden Karriereweg des Ausnahmeschauspielers nach. Die Non-Konformität Johnny Depps kommt dabei immer wieder zur Sprache, aber es wird auch eine Begründung gefunden, warum Captain Jack Sparrow sich trotz seiner weltweiten Kassenrentabilität trotzdem nahtlos ins Œuvre Depps einreihen lässt.
Obwohl das Buch spürbar aus einem wissenschaftlichen Kontext heraus entstanden ist, macht die Lektüre Spaß und liefert interessante Einblicke in ein ungewöhnliches Gesamtwerk. TS
(Alexandra Seitz: „Johnny Depp – Ein Porträt“, 194 Seiten, Bertz+Fischer 2006, EUR 9,90)
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